Der Teddybär - sein Markenzeichen

Freitag, 26. Februar 2016

Die letzte Geburtstagsfeier in Russland...


13 cm x 18 cm ungeöffnet, original gerahmt. Von den Eltern aus Bad Homburg,1943 an die engsten Freunde versendet...

Donnerstag, 17. April 2014

Major von Cossels letzter Brief...Erdbeeren mit Schlagsahne...

                                               Osten den 21.7.43

Liebe Eltern!
Nach traurigen Briefen an Euch, schnell ein paar Zeilen mit der
Nachricht, daß es mir gut geht. Aus den Nachrichten habt Ihr
bestimmt gehört, daß die Kämpfe hier für uns nicht leicht sind.
Der Russe hat gerade hier uns anständig etwas entgegengestellt.
...vor allem ist er von oben..wo wir jedoch..(hier wurde der Brief gefaltet)
...recht zunangenehm....wenn wir auf ihn stoßen, sind wir ihm
überlegen, nur sind wir eben nicht überall. Die Verluste in
meiner Abteilung sind leider doch sehr hoch, vor allem meine
alten Feldwebel und Haudegen sind fast alle verwundet, oder
gefallen. Trotzdem ist die Stimmung bestens. Heute habe ich
seit dem 8.Juli eigentlich den ersten ruhigen Tag. Es fehlt nur
Erdbeeren mit Schlagsahne und ein gutes Stück Baumkuchen.
der im Übrigen prächtig geschmeckt hat. Schokolade und
Zigaretten gibt es eigentlich genug. Die Bilder von W. sind gut
angekommen und gefallen mir auch ganz gut. Hast Du eines den
K. Eltern geschickt, sonst tue ich es?
Ich bin leider durch die Affenhitze und den Staub geistig völlig
weggetreten.


Drum für heute Schluß!
Es grüßt Euch recht herzlich,

Euer Hans-Detloff.


Aus unerfindlichen Gründen landete der letzte Brief mit sehr persönlichen Bildern seiner Familie und seines bereits gefallenen Bruders bei einem Auktionshaus und alle Unterlagen sind seither nicht mehr aufgetaucht. Es ist wie immer und so oft sehr traurig, wenn die Persönlichkeit und Biographie eines Menschen zerrissen werden und in Auktionshäusern landet. Wenn wenigstens digitales Material ausgetauscht werden würde?... Wir wissen nicht wer der neue Besitzer ist. Aber man sollte alle Unterlagen von Hans-Detloff von Cossel als digitale Unterlagen in unserem öffentlichen und kostenlosen Regimentsarchiv als digitale Kopie verwahren. Nur so können Zusammenhänge hergestellt und erhalten werden. So befand sich ein Bild des jüngeren, ebenfalls gefallenen Fhj. Eberhardt von Cossel in dem Konvolut. Nur gemeinsam können wir an der Komplettierung unseres Archives arbeiten. Eberhardt von Cossel ( Spitzname: Hase) verlor in Frankreich ein Auge, ging aber trotzdem nach Russland, wo er als Hauptmann bei Charkow 1942 fiel.

Erdbeeren mit Schlagsahne und Baumkuchen... Das Lieblingsessen des Majors.
Und die Kornblumen...
Der Rest ist Geschichte und hat das ganze Regiment erschüttert. Bis heute werden Fakten und Bilder dazu gesucht - leider unter allen Beteiligten verstreut. Mit Hans-Detloff sterben Nikolaus Schuster und "Bertl" Cramer.
Arno Seiler wird schwer verwundet. Wenn Bilder dazu auftauchen, die das Ereignis näher beleuchten, dann helfen Sie mit und stellen dieses Aufnahmen uns zur Verfügung. 

Letzte Stellenbesetzung vom Kommandeur von Cossel. Mit dieser Aufstellung erreichte dann Dr. Schulz-Merkel in Vertretung des gefallenen Kommandeurs einen grandiosen Sieg.




Montag, 14. Oktober 2013

Ein Fotoalbum für den Major...

Der Ahnherr mütterlicherseits verlor sein Bein bei Jena und Auerstädt
Mutter Elisabeth verkehrte am Hofe
Vater Hans-Detloff verkaufte alles für Deutsch Südwest

Bruder Eberhard verlor zuerst das Auge, das Ritterkreuz, dann das Leben...



Schwester Ingeborg, der wir die Erinnerung verdanken!

Sonntag, 1. Juli 2012

Herzlichen Glückwunsch, Herr Major, wo immer Sie auch sind...

Die blauen Dragoner, sie reiten
Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Die wiehernden Rosse, sie stampfen,
Die Birken, die wiegen sich lind,
Die Fähnlein auf den Lanzen
Flattern im Morgenwind.

Morgen, da müssen sie reiten,
Mein Liebster wird bei ihnen sein.
Morgen in alle Weiten
Morgen, da bin ich allein.

Die blauen Dragoner, sie reiten
Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Ihre Kornblumen wurden zu Ihrer Zwillingsschwester gesendet, mit besten Grüßen von Ihrer I. Abteilung!

Donnerstag, 24. März 2011

Swakopmund am Beginn des Kreises...

Es erscheint wie die Beendigung einer Arbeit. Ist es aber nicht. Es ist der Schlusstein der eigentümlicher Weise eigentlich der Anfang sein sollte. Aber wie beim Kreis gibt es keinen Anfang und kein Ende. Es rundet sich nur, es fügt sich ein, es schliesst sich was sich zu schliessen hat. Es hat Jahrzehnte gedauert und ist wahrscheinlich jetzt der richtige und beste Zeitpunkt. Es ist etwas ganz besonderes im
"Prinzessin Rupprecht Heim" 
zu stehen, wo die Zwillinge geboren wurden. Das Museum in Swakopmund zu besehen, in der Bücherei zu suchen, man muss es erfühlen... Dann ist man ganz nah ...
Danke für die freundliche Aufnahme im Hotel, die sofortige Zusage der alten Bilder für diesen Blog, die ich noch nachreiche...


Jetzt- wieder zuhause werde ich mich wieder an die Arbeit machen, die Dinge zu ordnen, die Kontakte zu pflegen...
www.swakopmund-museum.de
Herrn Peter Brüggemann an dieser Stelle herzlichen Dank für seine Geduld und seine Hilfe bei der Spurensuche der Familie v. Cossel

Herrn Dr. Andreas Vogt - Windhoek, einen Gruss - wir werden uns noch lange unterhalten müssen!
Die Zeit war zu kurz...

Montag, 1. September 2008

Die bekannte Postkarte... 1943

Hans-Detloff Magnus von Cossel

Montag, 27. November 2006

Detloff von Cossel und seine Kameraden vom I.Panzerregiment 35


Im Schatten des berühmten großen Bruders...
Er hat gerade das Auge verloren... (Das Ritterkreuz bekam ein Anderer!)
Eberhardt von Cossel 1941 geb.14.10.1917 der "Kleine Cossel" gefallen als Hauptmann am 30.Juni 1942 bei Charkow. Geburtsort: Swakopmund Todes-/Vermisstendatum: 30.06.1942
Todes-/Vermisstenort: Ostw. Nesternoje

Als Hans-Detloff von seinem Tode erfuhr, ging er schweigend in den Wald neben der Rollbahn und verblieb einige Zeit trauernd. Gefühle wurden unterdrückt...

Gräber links und rechts...

noch ohne Schmuck und Flagge...

von Cossels Grab an einem Hang in der Nähe von Kromy...
Es wurde später eingeebnet, um die eigenen Verluste zu verschleiern.

... Es ist nicht der Krieg an sich, an den sich so viele
alte Männer gerne erinnern, - es war die unglaubliche Kameradschaft - Dieses bedingungslose für einander eintreten..
Kameradschaft bedeutete mehr als der Tod...
Oft mehr als die eigene Familie.Es war eine Sache der Ehre.
Obwohl es heute paradox und unglaubwürdig erscheinen mag, so kämpften und starben diese Männer im festen Glauben, "Ehrenhaft und ritterlich gekämpft zu haben"

General Dietrich von Saucken an seinem Grab:
" Ein Komet ist niedergegangen!"
Man bettete ihn auf seine Lieblingsblumen...
Kornblumen...
Im Hintergrund die Gräber von seinem Fahrer, Bertl Cramer u. seinem UKW-Funker Schuster, die mit ihm starben. MW-Funker Arno Seiler überlebte verletzt. Sein Adjudant, der junge Würzburger Heinz Burkart, einer der jüngsten und tüchtigsten Offiziere wurde im Januar 44 so schwer verwundet, dass er kurz darauf verstarb. Otto Eidloth war dabei, so wie auch bei allen anderen vier Kompaniechefs, welche neben ihm fielen.

Der Grossvater von Magnus v. Eberhardt verlor als 17 jähriger bei der Schlacht von Jena und Auerstädt ein Bein.
Er schrieb seinen Eltern, dass ihm das Bein bei vollem Bewusstsein abgesägt wurde.
Der Brief befand sich lange in Familienbesitz.
Diese Episode erzählte mir jetzt Weihnachten 2011 die Enkeltochter von Magnus, Ingeborg von Cossel.
1937 Hans Detloff und sein Grossvater,(6.12.1855 Berlin †1939)
General d.Inf.Magnus von Eberhardt ( der Vater seiner Mutter Elisabeth v. Eberhardt)
bei der Hochzeitsfeier vonm Wolf v. Kalitsch in Berlin. Wolf v. Kalitsch - Dobritz starb 1947 im Lager Buchenwald, sein Cousin Joachim von Kalitsch Bärenthoren  starb 1946 im Lager Ketschendorf. Familie von Kalitsch war mit Mutter Elisabeth verwandt. An "Onkel Pitti" kann sich Ingeborg noch gut erinnern.
Magnus von Eberhardt hatte noch zwei Brüder, welche ebenfalls Generäle wurden. Walter von Eberhardt und Gaspard von Eberhardt.


1939 - Vater Detloff - v. - Cossel
(Major einer Feldkommandantur)
und Sohn Hans-Detloff von Cossel.

" Hallo Ihr Schmutznasen! Ich bin Cossel!"

Waren seine Worte als er sich 1940 bei seiner 6. Kompanie vorstellte...


Der letzte Geburtstag wird am 1.Juli 1943 bei Orel gefeiert...
Karl Schneider aus Hellmitzheim war bei den Pionieren und muss Olt.Gerd Georgi, Chef 3.Komp. helfen eine Bombe zu zünden!
...Viel erreicht, glänzende Karriere, Ritterkreuz, Deutsches Kreuz, Major und Abteilungskommandeur...
General Eberbach möchte ihn gerne jetzt nach Hause schicken, damit er eine Familie gründen kann...Diese Männer sind eigentlich zu wertvoll, um sie zu verheizen.
v.Cossel bleibt! Olt. Georgi bleibt, fällt am 8.Juli - Olt. Hans G. Müller wird auch bleiben! Fällt am 14,November bei Rheshitza ...
Doch in einigen Tagen wird es für Hans-Detloff vorbei sein... Das Eichenlaub bekommt er posthum...
Man wird sich lange an ihn und seine Kameraden erinnern... Beide Söhne gefallen! Der vater nimmt das Ritterkreuz von Hans-Detloff bei der Flucht aus Taschenberg in der Hosentasche mit...

Seine Zwillingsschwester Ingeborg von Cossel wird aber noch lange leben ...

Kommandeursfeier Mai 1943, nahe Orel
obere Reihe:
Olt. Wilstermann, Werkstattkomp.
Olt. Georgi gef. bei Ssamodurowka,
am 8 Juli 1943, v.Cossel, Olt.H.G.Müller+ 14.Nov.43 bei Reschitza ( Gomel)
und Lt.H.Burkard 1944
u.r. Stabsintendant Rehm und KVR Rudi Mayer mit "Kranz"



Detloff von Cossel schwor in einer Aussprache mit seiner Mutter Elisabeth v. Cossel geb. von Eberhardt: ( Original Text)  " Mutti ich habe nie auf Zivilisten geschossen!"

Aber in den Gebieten, die sie eroberten, wüteten die Bestien...
Die Einsatzgruppen...

Enge Kameraden die alle gefallen sind:
li.Hans Georg Müller, (Hänschen Müller)
der v.Cossel so sehr verehrte und für ihn durchs Feuer ging.
Mitte Ltn.Kremer, auch gefallen, re. Hans Detloff von Cossel, am Hals die schwere Verwundung (Frankreich) als ein Splitter sein Mikrofon traf... wie ihn alle kannten und wie er in Erinnerung blieb ... Der so viele Verwundungen überlebte...
Stary Bychow ( Durchschuss Arm),
Unetscha ( Garbe einer MP. Der ungarische Arzt sagte, dass er "Heilfeisch" besitze) 8 x verwundet.. Sein General v. Saucken war im I.WK 8 verwundet und im II WK ebenfalls acht Mal!
Ein überragender Panzeroffizier.
li.Adjudant Heinrich Burkhard (21) einer der jüngsten Offiziere des Rgt. aus Würzburg.
Seine Offiziere, soweit sie nicht gefallen sind,
sagten übereinstimmend, dass er ein charismatischer Chef und Kamerad war.
Nie wankelmütig, immer entscheidungsfreudig.
Allerdings auch immer zu berüchtigten Streichen aufgelegt! Seine Funksprüche aus dem Panzerturm waren berühmt: " Wo fahren Sie denn rum? Fahren Sie dem Tross hinterher?
Kommen Sie nach vorne!"
" Sie sind doch das verkommendste Subjekt auf diesem verruchten Planeten!"
"Schneiderlein, das kostet Sie eine blaue Nil!"

Er fuhr immer an der Spitze seiner Kompanie die Angriffe... Er unterfuhr oft die russische Artillerie, indem er so schnell es ging, auf den Gegner zufuhr... Dr.Rudi Hautmann: "Im größten Feuer kletterte er in Stary Bychow aus dem Panzer und auf einen Telegraphenmasten, um die Lage zu erkunden!"

Immer ging alles gut bis zu jenem 22.Juli 43 um 10.40 in einem Obstgarten bei Kromy, als jemand ihm noch etwas sagen wollte...Um die Batterien der Funksprechgeräte zu schonen, wurde mit dem Schraubenschlüssel auf die Panzerplatten geklopft...Als Major von Cossel die seitliche Türe am Turm aufmachte, kam die Granate geflogen ...... er war sofort tot ...
Sein Fahrer Berthold Cramer und der UKW Funker Schuster, verbrannten im Panzer ...
Der MW- Funker Arno Seiler überlebte verletzt - Er setzte im Heck des Befehlspanzers einen Funkspruch ab.
Adjudant Heinrich Burkhard wurde kurz zuvor von Cossel aus dem Panzer geschickt. Er fiel jedoch als Nachfolger von Kompaniechef Hans G.Müller von der 1.Kompanie bei einer Erkundung (mit Otto Eidloth im zweiten Panzer-Kanone 6:Uhr) im Januar 1944. Arno Seiler sah ihn noch verwundet auf dem Panzer liegen, als auch er durch Tieffliegerangriff schwer verwundet wurde. ( "Man sah uns so gut, im Schnee in unseren schwarzen Uniformen!") Arno Seiler überlebte mit viel Glück, denn im Oberschenkel hatte sich ein Aneurysma (spurium / Aneurysma falsum) gebildet, also ein Riss, dessen Entstehung auf die Folge der Verletzung im Panzer zurückzuführen war und sich als sehr lebensbedrohlich herausstellte. Arno Seiler wurde in Prag operiert und gesundete.

Man kannte " Drüben" jeden Kommandeur, alle Offiziere mit Namen und die Nummern am Turm der Panzer verrieten vieles...Kam einer der Offiziere aus dem Urlaub zurück, so wurde er begrüßt: " Na Herr von Cossel, wie war es im Urlaub?"